Die Befreiung Europas durch die Allierten – die Liberation Route Europe

„Die Liberation Route folgt dem Weg, den die Alliierten im Zuge der Befreiung Europas zurücklegten.“

So steht es im Flyer des VVV Midden-Limburg, der an vielen Stellen die Spuren der Befreiung zeigt.

Geschichte wird im kleinsten Ort wach gehalten, damit nicht vergessen wird, wie groß das Leid war.

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

„Deutschland ist ein schönes Land – mit Dörfern wie Juwelen und zerbombten Stadtruinen – und wird von Schizophrenen bewohnt…. Sie haben großes Glück gehabt. Der Krieg ist für sie gerade rechtzeitig vorbei, — um zu sehen und zu ernten und eine warme Sommerzeit zu genießen. Die Franzosen und die Belgier hatten nicht so viel Glück. Deren Ernte wurde vom Krieg vergiftet, und der Staub ihrer pulverisierten Dörfer wurde an Kampfstiefeln quer durch Frankreich bis an die deutsche Grenze getragen. Ich missgönne den Deutschen jeden Grashalm, jede Kirsche im Vorratsschrank ihrer sparsam geführten Haushalte, jede Furche Acker und jedes unversehrte Dach.“

Diese Worte sind nicht aus dem Flyer sondern von einer Frau, die damals dabei war, Lee Miller. Sie begleitete die Soldaten und berichtete über das, was sie sah.

Ihre Berichte und Fotos sind in dem Buch Lee Miller – Krieg. Mit den Alliierten in Europa 1944-1945. Reportagen und Fotos zu finden.

Beim Wandern und Fahrrad fahren in den kleinen Orten kommt man immer wieder an Stellen vorbei, an denen auf diese Art Geschichte ein Teil der Gegenwart wird.

Wunderbar einfach beim „Spazierengehen“ kann man historisches Denken lernen. Es ist wunderbar gelöst.

Meistens stehen dort Bänke und man kann in Ruhe die Tafel lesen und/oder die Fotos anschauen.

Foto: Michael Mahlke
Foto: Michael Mahlke

Anschaulich wird Geschichte sogar mit QR-Code gezeigt.

Hier wird Geschichte lebendig und man kann sich darüber klar werden, wie schnell aus Gegenwart Geschichte wird und was man aus der Geschichte lernen könnte.

Und dies alles ist auch unter liberationroute.de zu finden.

So lohnt sich ein Ausflug in die Niederlande und man entdeckt, daß die Welt nicht nur aus deutschem Denken besteht.

 

Nachtrag:

Wenn man sich diesen positiven Umgang mit Geschichte anschaut und dann die Stadt Remscheid in NRW in Deutschland anschaut, wie dort Nazisymbole zweckentfremdet werden, um mit Nazisymbolen heute Stadtmarketing zu machen, dann weiß man um den Geist, der dort vorhanden ist. Es ist gut, daß es die Liberationroute gibt, es ist schlecht, daß es die Nazisymbole als Stadtmarketing in Remscheid gibt.

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